Hup, Holland, Hup!

Soo, die EM 2008 ist in vollem Gange und heute abend greifen die Holländer dann auch ins Turniergeschehen ein.
In der Nachbarschaft rundum ist kräftig aufgerüstet worden mit allerlei Flaggen und Wimpeln und ein Nachbar hat ein riesiges Zelt in den Garten gestellt und beschallt jetzt die Umgebung mit dem Spiel Holland- Italien. Beim augenblicklichen Stand von 3.0 für Holland ist die Stimmung dort im Moment entsprechend ausgelassen. Das lässt bangen, dass es in den nächsten Tagen mit der Euphorie noch schlimmer wird-
Nachdem mir heute im Büro jeder zum deutschen Sieg gratuliert hat (hier gratuliert man ja auch allen Geburtstagsgästen und nicht nur dem Geburtstagskind!) wird wohl morgen kaum was laufen im Büro, weil jeder jedem gratuliert und natürlich ausführlich über das Spiel diskutiert werden muss. Naja, wenn es mal nur nicht zum Finale Holland-Deutschland kommt!

Ansonsten haben wir hier im Augenblick im Gegensatz zu Süddeutschland super Wetter und wir waren gestern unterwegs und haben neben Gouda (sehr schöner alter Marktplatz) auch den tiefsten Punkt in den Niederlanden besucht, der liegt 6,70m unter dem Meeresspiegel der Nordsee!! Der Punkt selber ist nicht gerade spektakulär, aber andererseits schon beeindrcukend, wenn man sieht, wie tief das Land da liegt!

So, jetzt ist das Spiel rum, die Holländer haben zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder gegen die Italiener gewonnen, verdient, wie ich meine und ich mache jetzt Schluss und gehe ins Bett.

Gute Nacht Deutschland!

Frank

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Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame...

... gibt es wieder mal ein Lebenszeichen von uns.
Wie schon richtig vermutet, tut sich bei uns derzeit nicht so viel. wir hatten letztes Wochenende Besuch aus Deutschland, im Süden der Republik war ja schliesslich Feiertag, während unsereins leider arbeiten musste. War auch wieder sehr schön, wir haben wieder so einiges gesehen und Neues kennengelernt, z.B. eine ganz leckere Eisdiele in Heusden. Das Wetter war ja super und wir haben Samstag in den Drunense Duinen gemütlich Picknik gemacht.


Abends haben wir dann gegrillt und leckere Spiesse ausprobiert. Auch wenn wir hier noch recht skeptisch schauen, die Spiesse waren lecker und der schwäbische Kartoffelsalat, den es dazugab, hat das Ganze noch doppelt lecker gemacht.

Man beachte bitte die Aufschrift auf der Schürze! Hat nur noch der Schwenkgrill gefehlt, aber nachdem ich am Freitagabend unseren Feuerkorb eingeweit habe und damit das Gras versengt habe, gilt für unseren Garten sicherlich "Schwenkerverbot". dafür war es sehr schön, abends noch am offenen Feuer draussen zu sitzen.
Urlaub haben wir inzwischen auch gebucht. Der Tradition treu bleibend gehen wir wieder auf die friesischen Inseln, diesmal nach Vlieland und Terschelling. Das sind die einzigen Inseln, die direkt miteinander verbunden sind und den selben Hafen auf dem Festland haben, deswegen diesmal auch 2 Inseln auf einmal.

Ansonsten gibt es wirklich nichts mehr zu berichten im Augenblick, vielleicht gibt es am Wochenende ja was interessantes, auch wenn wir bisher noch nichts geplant haben.

Ausserdem steht ja jetzt dann die EM an, die ersten Häuser snd schon orange geschmückt und wir sind gespannt, was hier diesmal los ist.
So, genug geblogt für heute. Schöne Tage noch!
Liebe Grüsse

Frank

Tulpenblüte, die zweite

Es ist wieder mal soweit. In Holland blühen die Tulpen und Heerscharen von Touristen aus aller Welt fallen in das kleine Land mit Massen von Fotoapparaten ein. Das weiss ich so genau, weil wir dieses Jahr zum zweiten Mal mittendrin waren. Diesmal mit den Eltern von Christine.
Das heisst aber nicht, dass es eine komplette Wiederholung war für uns, weil zum einen am letzten Wochenende der Blumencorso stattgefunden hat (dazu gleich mehr) und wir den Eindruck hatten, dass dieses Jahr die Blumenfelder noch mehr in der Blüte standen und deswegen bunter waren.
Aber alles der Reihe nach. Angefangen hat alles mit einer Enttäuschung: Wir waren froh gewesen, über Neckermann noch 2 DZ in Noordwijk bekommen zu haben, weil aufgrund des Blumencorsos und der Veranataltungen drumherum alle Hotels ausgebucht waren. Als wir dann Freitag abends (wir waren tagsüber schon im Keukenhof) müde in unserem Hotel ankamen und unsere Hotelgutscheine von Neckermann auf den Tresen legten, schaute uns der Hotelier nur überrascht an, weil für uns keine Buchung vorlag. Mit anderen Worten: Wir hatten kein Hotelzimmer! Und wie gesagt, es war alles ausgebucht in Noordwijk...
Neckermann konnte uns am Telefon auch nicht helfen, da nach ihrer Aussage das Hotelzimmer sehr wohl gebucht war. Nur das Hotel hatte nie etwas empfangen...
Der Hotelier begann daraufhin, weitere Hotels anzurufen und zu prüfen, ob noch irgendwo Zimmer zu bekommen sind. In Sassenheim, 10km weg von Noordwijk wurde er dann fündig. Nach einem Telefonat mit Neckermann, die uns die Kostenübernahme zusagten, sind wir dann wohl oder übel nach sassenheim gefahren. Nix war es mit abendlichen Strandspaziergängen und eisessen auf der Promenade. Wenigstens war das Hotel in Sassenehim in Ordnung und dies wurde dann unsere ausfallsbasis für die folgende Tage.
Nachdem wir freitags den Keukenhof besucht hatten, ging es am Samstag zuerst zum Blumencorso. Der Blumencorso ist eigentlich wie ein Karnevalsumzug, nur ohne "Kamelle": Alle Autos und Wagen sind entweder mit Blumen geschmückt und die Motive sind aus Blüten gemacht. Das Motto für dieses Jahr hiess Urlaub und was darf da für einen Holländer nicht fehlen: natürlich, der Wohnwagen!



Aber es gab natürlich auch andere Motive, wie zum Beispiel Safariurlaub:

 

Nach dem Corso ging es dann noch an den Strand (mit dem Auto) um noch das schöne Wetter zu geniessen. Abends waren wir dann nochmal in Noordwijk, wo wir uns den " schönsten Stau von Holland" angeschaut haben. Dies sind mit Blumen geschmückte Autos, die auf der Uferpromenade geparkt stehen.



Am Sonntag ging es dann wieder in die Tulpenfelder und wir haben eine kleine Rundfahrt gemacht.



Anschliessend ging es noch nach Leiden, wo wir diesmal eine Grachtenrundfahrt mit einem kleinen Boot gemacht haben. wir hatten das Glück, dass wir die einzigen an Bord waren und eine entsprechend exklusive Rundfahrt hatten, um Leiden vom Wasser aus kennenzulernen.


Trotz anfänglichem Chaos und der Erkenntnis, nicht mehr bei Neckermann zu buchen (wir hatten vor einigen Jahren schin einmal vergleichbares Erlebnis in Ägypten mit Neckermann und diesmal hätte es ohne die Hilfe des Hoteliers duster ausgesehen mit Zimmer) waren es doch wieder recht schöne Tage. Aber: Für uns war das der letzte Tulpenblütenurlaub. wer in Zukunft die Tulpenblüte besuchen will, darf das Gerne, aber ohne Christine und mich! Kartenmaterial und Übersicht über die Übernachtungsmöglichkeiten <img xsrc= ist vorhanden.

So, eine weitere Auswahl aus den knapp 500 geschossenen Foto's (ich wurde von Christine deshalb schon verwarnt ) findet ihr über den Link rechts.

Liebe Grüsse aus dem wechselhaften Holland

Frank

Wie werden Schiffe gebaut...

Hallo zusammen,

gestern hatten wir im Rahmen der Schiffsbauwoche in Holland mal wieder was tolles erlebt, was ich euch berichten will. Diverse Schiffswerften hatten Tag der offenen Tür und so sind auch wir mal schauen, wie denn so ein Schiff gebaut wird. Dabei waren die Männer eher daran interessiert, wo werden denn Rexroth Produkte eingebaut während wir Frauen eher daran interessiert waren, wie werden denn die Räume für die Besatzung ausgestatttet. In der 1.Werft konnten wir 2 halbfertige Schiffe
zur Besichtigung "besteigen". Diese waren allerdings keine Luxusyachten, sondern Transport-/Schleppschiffe. Damit ihr auch eine Vorstellung bekommt, was wir da so gesehen haben, anbei ein Schiff im Rohbau:

 

Insgesamt hat dieses Schiff eine Länge von 23 m und eine Höhe von 12 m, wovon 4 m später im Wasser sind. Und so sieht ein solcher Typ dann im Wasser aus:

Nach einer kleinen Rundfahrt mit einem etwas kleineren Schiff, welches aber ziemlich flott unterwegs war ging es dann weiter zu einer 2.Wert.
Diese baut spezielle "Sandsaugerschiffe", d.h. damit wird Sand vom Meeresgrund angesaugt und an einer anderen Stelle abgeladen. So wurde zum Beispiel in Dubai die Inselgruppe Palm Jumeirah mit solchen Schiffen geschaffen. Oder hier in Holland haben wir diese Schiffe am Strand schon gesehen, womit Sand vom Meeresgrund verwendet wird, um den Strand wieder zu befestigen.

Dieser Typ Schiff ist um einiges grösser als diejenigen, die wir in der 1.Werft gesehen haben. Es stand 1 Schiff im Rohbau in einer Halle, welches man allerdings nicht besichtigen durfte. Aber auch hier haben wir wieder ein Bild für euch, um einen Eindruck von der Grösse zu bekommen:

Und so sieht dieses Schiff dann aus, wenn es fertig und im Wasser ist:



wobei dies nur die Hälfte der Länge ist! Und mit der folgenden "Saugvorrichtung" wird dann der Sand vom Meeresgrund angesaugt:

In allem war dies mal wieder ein besonderes Erlebnis hier in NL.

Viele liebe Grüsse
Christine

Wir wünschen euch allen....

Viele Grüsse
Christine und Frank
 

Schneebericht, Teil 2

was ich noch sagen wollte: falls bei dem ein oder anderen der Eindruck erweckt wurde, wir hätten nur schlechtes Wetter und schlechte Schneebedingungen gehabt, das stimmt so nicht. Die ersten 3 Tage waren optimal, was ich leider nicht erwähnt hatte.

Da wir an einigen Tagen einen Skikurs gemacht haben, hatten wir jede Menge Spass, waren auch immer mit einer netten Gruppe unterwegs und haben viel gelernt. Auch wenn unser Skilehrer an uns manchmal verzweifelt ist, vor allem uns soweit zu bringen, dass wir einen anständingen Stockeinsatz machen- anstatt die Stöcke elegant herumzuschlenkern :-) Nur soviel dazu: wir waren insgesamt 8 Leute im Kurs und dies machten alle(!) falsch. Desweiteren hat er uns die Kunst de Carvens nähergebracht. Dem sei an dieser Stelle nur soviel zuzufügen: vergesst den sog. "Vorarlberger Schwuchtelschwung" (Beine eng zusammen, Po nach hinten), beim Carven wird breitbeinig gefahren und der Körper richtet sich in der Kurve zum Berg. Und die Begriffe "Tal-" und " Bergski" gibt es auch nicht mehr.

In allem also eine wunderschöne Woche in Portes du Soleil!

Groetjes, Christine

Schneebericht...

es ist wieder soweit. Für alle, die schon seit langem wieder auf News von uns warten, hier unser aktueller Schneebericht!

Nicht dass wir den aus den Niederlanden senden, nein wo denkt ihr hin, hier gibt es doch weder Schnee noch Berge. Wir haben das Gleiche gemacht, wie so viele Holländer zu dieser Jahreszeit - wir waren zum Skifahren in den Bergen. Doch sind wir nicht den vielen gelben Nummernschildern gen Süden gefolgt - dann wären wir in Österreich gelandet - sondern haben rechtzeitig die Abzweigung in Richtung Schweiz geschafft. Unser Ziel war der Ort Champéry, im Skigebiet Portes du Soleil.

Wir verbachten 8 wundervolle Tage in einem Clubhaus von Frosch-Sportreisen, zusammen mit 40 anderen skibegeisterten Deutschen! Champéry ist ein urgemütliches Schweizer Bergdorf mit vielen alten Chalets (Holzhäusern). Das Skigebiet Portes du Soleil ist ein Verbund zwischen der Schweiz und Frankreich mit insgesamt ca. 600 km Pisten. Die Hauptorte auf der französischen Seite sind Avoriaz, Morgins und Morzine. Auch befinden sich ca. 3/4 der Pistenkilometer auf der französischen Seite. Insgesamt ein sehr interressantes Skigebiet, was man allerdings innerhalb 1 Woche gar nicht ganz erkunden kann. Von Champéry fährt man mit einer Kabinenbahn auf ca. 1800 m in die schweizer Seite des Gebietes, von wo man aus über die vielen Sessellifte relativ schnell auf die franz. Seite fahren kann. Jetzt seit ihr bestimmt auch schon gespannt, wie das Wetter war. Genügt das folgende Bild?


Doch leider wurde uns solch ein Panorama nur an 3 Tagen geboten. Die restlichen Tage war es trüb, stürmisch mit sehr viel Schnee und auch Regen. So war es am Mittwoch überhaupt nicht möglich, auf die Pisten zu gehen. es stürmte und regnete/schneite so sehr, dass wir den ganzen Tag in dem verregneten Champéry verbringen mussten. Doch dank unserem Barkeeper und einem Tischfussball verging dieser Tag in unserer Unterkunft wie im Flug.

Abends war auch immer was los. In unserer Unterkunft gab es viel Abwechslung in der Hausbar, wie z.B. ein Tischfussballturnier, bei welchem Frank mit seinem Mitstreiter sogar Gewinner wurde, oder die Skiftaufe von einer Skifahrer-Anfängerin oder einfach nur Rumsitzen und sich nett unterhalten. Highlight der Woche war der Käsefondue-Abend


mit anschliessender Fackelwanderung. Leider war es auch der Fackelwanderung ziemlich nass. Doch das störte keinen von uns, man ist ja schliesslich im Skiurlaub!

Nachdem wir dann die beiden schnee- und regenreichen Tage hinter uns gebracht hatten, belohnte uns das Wetter wieder mit Sonne pur bei super Neuschnee:

Allerdings wurde es dann Freitag so warm, dass wir morgens auf 1500 m schon plus 2 Grad hatten. Die ganze weisse Pracht schmolz sehr schnell wieder dahin und es war mittags auch sehr sulzig auf den Pisten. Da wir ja nicht zu den Skifahrern gehören, die alle Pisten erkunden müssen, war mittags der Liegestuhl dann doch die bessere Entscheidung, als in dem buckeligen Sulz rum zu rutschen.


An dieser schönen Hütte auf der französischen Seite gab es dann auch noch super leckere Crèpes. Einfach perfekt!

Nach einem Abschlussabend am Freitag in unserer Unterkunft konnten wir Samstag morgen nochmal den Schnee und die Sonne geniessen. Abends ging es dann wieder mit dem Schlafbus gen Norden und nach Hause. Für alle die nicht wissen, was ein Schlafbus ist: man wird in liegender Position transportiert auf einer Liegefläche von 40 x 200 cm, diese sind wie bei einem Etagenbett angeordnet, immer zu zweit nebeneinander. Bei einer "nur-Nacht-Fahrt" eine gute Alternative zu einem normalen Reisebus.

Das war es mal wieder für heute. Es geht nun noch zu unserem Samba-Trommel-Kurs. Mehr zu dieser neuen Aktivität von uns, in einem folgenden Bericht.

Bis dahin,

Viele Grüsse von Christine